entenkücken

Entenküken aufziehen

Muss man Entenkücken aufziehen, nur weil die Entenküken alleine auf dem Wasser schwimmen? Das haben wir uns zuerst auch gefragt, als wir im Sommer 2015 vier kleine Entenküken alleine auf der Werse gesehen haben. Die Mama wird doch bestimmt hier iergendwo in der Nähe sein. Unsere Werse ist doch gar nicht so groß. Dachten wir. Also sind wir dann ersteinmal nach Hause gegangen. Die vier kleinen Entenküken haben uns aber keine Ruhe gelassen. Also haben wir schnell einmal recherchiert und siehe da: Entenküken in dem Alter KÖNNEN NICHT ALLEINE SCHWIMMEN. Das liegt daran, das sie von der Mutter quasi „eingefettet“ werden, sobald sich die kleinen unter das Gefieder des Muttertieres begeben. Das ist das sogenannte „Bürzelfett“. Durch das einfetten können die kleinen dann schwimmen. Wenn nicht genug Bürzelfett da ist, wird sich das gefieder mit wasser vollsaugen und die kleinen ertrinken.

Also haben wir uns sehr langen an der Werse versteckt und die kleinen beobachtet. Keine Mama weit und breit. Da die kleinen an einer Stelle waren, von der sie nicht an das Ufergelangen konnten, haben wir sie dann eingefangen. Ja, meine Frau ist dazu extra in die Werse gestiegen.

Dann hieß es ersteinmal schnell nach Hause und die kleinen trocknen und wärmen. Ganz erledigt und müde waren die vier.

Was fressen Entenküken?

Ja, die Frage ist berechtigt. Die fressen so ziemlich alles was grün ist und irgendwie nach Nahrung aussieht. Nein im Ernst – Enten sind Omnivore. Das bedeutet,  das sie Allesfresser sind. Überwiegend nehmen sie natürlich pflanzliche Nahrung zu sich, sind aber kleinen Kaulquappen, Fischen und Krepsen nicht abgeneigt. Im Zoofachgeschäft kann man auch wunderbar Entenfutter kaufen. Das sind Pellets, welche leicht zu dosieren sind und auch nicht viel kosten. Fressen bzw Gründeln tun die von ganz alleine. Da sind Entenkücken sehr unproblematisch.

Die Aufzucht im Haus

Da gibt es ein paar Sachen zu beachten. Enten machen unwarscheinlich viel Dreck. Also solltet ihr sie nicht im Schlafzimmer haben. Aber da habt ihr bestimmt einen passenden Raum für. Auch kleine Enten haben es gerne warm. Solltet ihr den Eindruck haben, das es zu kühl in eurem Zimmer ist, könnt ihr ruhig die Heizdecke herausholen. Wenn es den kleinen zu warm wird, werden sie sich von der Wärmequelle entfernen.

Die kleinen Enten sollten bei einer Hausaufzucht so schnell wie möglich an Wasser gewöhnt werden, damit sich die Bürzeldrüse gut entwickelt. Nur so können sie schwimmen lernen. Wenn ihr ein Planschbecken habt, ist dieses perfekt zum lernen. Natürlich unter Aufsicht. Ihr könnt aber auch zusammen mit den Enten in die Badewanne gehen. Seit da halt etwas kreativ.

Unsere Enten waren sehr „Gruppenorientiert“. Alleingänge waren praktisch nicht denkbar. Wo eine hinging, folgten die anderen sehr schnell. Das war immer sehr praktisch, wenn die Entenküken eingefangen werden mussten. Schön das sie sich so gut an meiner Tochter orientiert haben.

Das Auswildern

Als die Enten dann wenige Wochen später alt genug waren um ausgewildert zu werden, sind wir immer zur Werse gegangen und haben die Enten dort schwimmen lassen. Zuerst sind sie immer wieder zu uns gekommen. Doch innerhalb weniger Tage konnten wir sie erfolgreich auswildern.

 

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